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Ausgabe 15/2012 | 12.04.2012 | 22.367 Abonnenten | www.emissionsmarktplatz.de
 
 

Investoren-Brief

Monatliche Gesamtübersicht der Neuemissionen

 
 
Leitartikel:  Baubranche: Sorgenkind oder Konjunkturstütze?
 
 
Unternehmensbeteiligungen:  Aktuelle Beteiligungsangebote auf einen Blick
 
 
Finanz-News:    Starker Anstieg der Anleiheemissionen
     Banken verbessern Beratungsqualität
     Stagnierende Reallöhne
 
Finanzwissen für die Praxis:    Realkapital versus Spekulationskapital
     Wahlkampf, soziale Wohltaten und Steuern
 
Buchtipp:   Heiko Aschoff – Bis zum letzten Tropfen
 
 

Baubranche: Sorgenkind oder Konjunkturstütze?

Liebe Leserinnen und Leser!

Die Bauwirtschaft ist die wichtigste Branche der deutschen Binnenwirtschaft, so wie der Maschinenbau die wichtigste Branche der deutschen Exportwirtschaft ist. Dementsprechend ist für jeden Investor in Deutschland Wachstum, Entwicklung und Aussichten der Baubranche von großer Bedeutung.
Wie sieht es nun damit aus? Worauf muss sich der Investor einstellen?

Im letzten Jahr war die Bauindustrie einer der großen Konjunkturbeschleuniger in Deutschland mit einem Umsatz nahe 100 Mrd. € und einem rasanten Wachstum von 12,5 %.

Aber wie sind die Aussichten? Hier sind die Experten skeptisch!

Bei dem Blick auf die drei Zweige der Baubranche - Wohnungsbau, Wirtschaftsbau, öffentlichen Bau – hat der öffentliche Bau besonders schlechte Perspektiven . Stichworte wie Schuldenbremse, Haushaltskonsolidierung und auch mittelfristige Finanzplanung lassen für den öffentlichen Bau im nächsten Jahrzehnt nichts Gutes erwarten. Danach wird das öffentliche Bauvolumen in den nächsten 10 Jahren jährlich um 1 % zurückgehen. Während die öffentlichen Investitionen in den Tiefbau von jährlich rund 20 Mrd. € noch gehalten werden können, ist bei den staatlichen Hochbauinvestitionen ein deutlicher Rückgang um 3 Mrd. € auf jährlich 14 Mrd. € zu erwarten. So warnen bereits die Spitzenverbände der deutschen Wirtschaft davor, dass der Staat zunehmend weniger baut und saniert, als der Zahn der Zeit wegfrisst: Die deutsche Infrastruktur zerbröselt – eine Gefahr für den Standort Deutschland. Wir leben von der Substanz gegen die Interessen künftiger Generationen!

Diese Entwicklung kann auch nicht durch den Wirtschaftsbau kompensiert werden. Angesichts des bereits wieder erreichten hohen Niveaus ist nur eine Stagnation in den nächsten Jahren im Gewerbebau zu erwarten. Hier rechnen die Experten mit jährlichen Investitionen von 35 Mrd. €.

Einzig der Wohnungsbau kann nach übereinstimmender Auffassung weiter überdurchschnittliche Wachstumsraten aufweisen. Gründe sind: Stabiler Arbeitsmarkt, niedrige Zinsen, Investitionsstau in den letzten Jahren sowie Wohnimmobilie als inflationssichere Anlage. Vom Bauboom der Nachwendezeit mit 500.000 Wohnungsfertigstellungen jährlich sind wir aber noch weit entfernt. Seit 2009 wächst der Markt aber wieder, in diesem Jahr um 15.000 auf 175.000 Wohnungen. Baugenehmigungen sind im vergangenen Jahr nach Angaben des Statistischen Bundesamtes bereits für 228.000 Wohnungen erteilt worden. Mangels Investitionsalternativen geht das Ifo-Institut in 10 Jahren von 275.000 jährlichen Fertigstellungen aus.

Somit ist der Wohnungsbau in diesem Jahrzehnt Konjunkturstütze der Wirtschaft.
Diese Erkenntnis bietet Planungssicherheit für interessierte Investoren.

Ihr Dr. Lutz Werner
- Vorstand Hi-Tech Media AG -

info@investoren-brief.com


 

Die Dr. Werner Financial Service AG veranstaltet am Donnerstag, den 14. Juni 2012 von 10:00 bis 17:00 Uhr in Göttingen einen
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HOHL LOGISTICS GmbH Transport und Logistik 8,5 % p.a.
my brunswick plus AG Gesundheit & Schönheit, Verlag & Handelsplattform, Versicherung & Versandhandel 9 % p. a.
Brest Taurus Immobilien GmbH Immobilieninvestments 9 % p. a.
General Biometrics GmbH patentiertes, fälschungsresistentes Handschriften-Erkennungs-System 9,5 % p. a.
Eugen und Heinz Löhmer GmbH & Co. KG Spedition, Spezialtransporte im Nahverkehr 9 % p. a.
Delespa Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH i.G. Erwerb von Immobilien und Unternehmensbeteiligungen, Vermietung von Wohn- und Gewerbeeinheiten 8,5 - 10% p.a.
Smile Kids GmbH Zeitschrift für Kinder und KiTas 9 % p. a.
Optimus Meine Energie GmbH dezentrale Kraftwerke, Selbstversorgung mit Strom und Wärme 9 % p. a.
SWISSVALOR Deutschland AG Beteiligungen an Unternehmen aus Industrie- und Immobilienbranche 9 % p. a.
Wolters-Bau KG Bau von Lagerhallen und Verteilerzentren, langfristige Vermietung an Post und DHL 8 % p. a.
quott.com System AG Internet- u. e-Commerce-Plattformen, Soziale Netzwerke 9 % p. a.
Shop´n´Roll Autoservice GmbH modernes, werkstattorientiertes Autohaus 9 % p. a.
Motorrad-Shop Meyer KG Verkauf und Service rund um Roller, Quads, Motorräder und Ersatzteile 8,5 % p. a.
Holliger Logistik Deutschland AG Produkte und Dienstleistungen für den Güter-Transport bis 9 % p. a.
careforsystems software development and consulting GmbH Softwareentwicklung und IT-Consulting für SAP®- und Adobe®-Projekte 9,5 % p. a.
bring´s menüservice GmbH Menüservice, Gemeinschaftsverpflegung von Schulen, KiTas und Unternehmen 9 % p. a.
WHS 2 Grundbesitz GmbH & Co. KG Erwerb, Veräußerung, Bewirtschaftung, Vermietung und Verpachtung von Immobilien aller Art 5 - 15 %
p. a.
ALODIO Immobilien GmbH Erwerb sowie langfristige Vermietung hochwertiger Wohnimmobilien in Großstädten der neuen Bundesländer 8-9 % p. a.
Immosecure AG Erwerb, Vermietung und Verkauf von Immobilien aus Zwangsversteigerungen 7-8 % p. a.
Fair Wind AG Planung und Betrieb von Windparks in Südost-Europa 9 % p. a.
SB Sachwert Beteiligungs KG Investition in Immobilien auf Mallorca 10 % p. a.
Biermanufaktur Tangermünde KG Erlebnisgastronomie, Herstellung und Vertrieb von hausgebrauten Bier- und Likörspezialitäten 6,9 - 8,5 %
p. a.
fahrzeugklinik GmbH Karosserie- und Lackarbeiten, Werkstätten im Franchise-System 8-9 % p. a.
Isamaxx Kidsfashion Handel mit Kinderbekleidung, Kindermodeartikeln und Accessoires 8,5 % p. a.
LEPORELLO Buchhandlung e. K. Buchhandlung in Berlin 7 % p. a.
Travelinternet AG Reiseagentur, Buchungsportale im Internet 6-8 % p. a.
KWP Klein Wertpapierhandel GmbH internationaler Wertpapierhandel und Beratung
8-10 % p. a.
Simple Energie GmbH Gewinnung alternativer Energie durch neue BHKW-Technik 9 % p. a.
Tekpoint GmbH internationaler Handel mit
Mobiltelefonen, Smartphones
und Unterhaltungselektronik
8-9 % p. a.
Nova Aurum KG Handelsgesellschaft für
Rohstoffe, insbesondere
Edelmetalle
7-10 % p. a.
SENIO-VITAL Pflegegesellschaft mbH Pflegedienstleistungen,
Betreutes Wohnen,
Physiotherapie
9 % p. a.
Deutsche Umwelt Invest GmbH Anlage in Solarkraftwerke und regenerative Energien in Europa 6 bis 8 %
p. a.
Meier Bau- und Heimwelt KG Bau-Fachmarkt für private und gewerbliche Kunden 9 % p. a.
B&B Recycling New Energy KG umweltfreundliche Verwertung von Plastik- und Gummiabfällen, Energieproduktion 10,5 % p. a.
NKF Bau und Nutzfahrzeuge GmbH Handel mit Bau- und Nutzfahrzeugen sowie Ersatzteilen 9 % p. a.
EcoConceptPlus GmbH Effizientes und nachhaltiges Bauen von Wohn- und Geschäftsimmobilien 9 % p. a.
KONTOR Immobilien & Anlagen GmbH Anlage in Immobilien, Entwicklung, Handel und Vermittlung von Immobilien 8 % p. a.
Flor & Sohn Neon-Leuchtröhrenfabrik GmbH Lichtwerbeanlagen mit Tradition und Zukunft 9 % p. a.
Norman Wohnbau GmbH Neubau, steueroptimierte Denkmalschutzsanierung, An- und Verkauf, sowie die Vermittlung von Immobilien 8 % p. a.
STAHLHUT Germany GmbH zertifizierte Holzpellets von hochwertiger Qualität 8 % p. a.
Solarinvestplus Management & Betriebs GmbH Entwicklung und Montage von Aufdach- und Freiflächen-Photovoltaikanlagen 7,5 % p. a.
SIOPAL Corporation Hersteller von Mehrweg-Ökopaletten aus Kunststoff
InterSPA Betriebsverwaltungs-
gesellschaft mbH
Kur- und Freizeitanlagen 8 % p. a.
BMK Recycling KG Beton- und Kunststoffrecycling sowie -Produktion 9 % p. a.
CiProTeam GmbH Finanzmanagement, Immobilien-Verwaltung 9 % p. a.
SECTORA Liegenschafts- und Beteiligungsgesellschaft mbH An- und Verkauf von Immobilien,
langfristige Vermietung von Liegenschaften
8 % bzw.
10 % p. a.
SAS GmbH Herstellung und Vertrieb von Maschinenbauelementen 9 % p. a.
IsoTrend Energie GmbH Entwicklung, Produktion, Integration, Erwerb und Betrieb von Solaranlagen 8,75 % p. a.
Hermes Beteiligungen GmbH Beteiligungsgesellschaft in der Branche Erneuerbare Energien bis zu
9 % p. a.
INTERSPA Gesellschaft für
Kur- und Freizeitanlagen mbH
Kur- und Freizeitanlagen 9 % p. a.
digitech KG Audio-, Video-, Medien- und Raumtechnik 8 % p. a.
Geiblinger KG Innovative Anlagen zur Energieerzeugung durch Nutzung von Temperaturdifferenzen bis zu
9 % p. a.
bsh-GermanNewTechInvest KG Beteiligungsunternehmen im Bereich erneuerbare Energien und innovativer angrenzender Produkte. 9 % p. a.
EDER SPIRITS & ENERGY GmbH Herstellung von Spirituosen und der Handel mit alkoholischen Getränken 9 % p. a.
Racehorse Business KG Neubau und Betrieb eines Trainings- und Pferdetherapiezentrums 9 % p. a.
Rockberries GmbH Herstellung und Online-Vertrieb von exklusivem Echt-Schmuck 9 % p. a.
I.S.T. Intensiv-Service-Team GmbH Medizinische Produkte und Dienstleistungen 9 % p. a.
S&V Consult GmbH SAP-Software-Beratung
und -Betreuung
9,3 % p. a.
RNT International Business Solution OHG Recycling und Handel von Eisen- und Metallschrott 9 % p. a.
WEI-FOOD GmbH & Co. KG Im- und Export von
Fleisch-, Fisch-, Obst-
und Gemüseprodukten
9 % p. a.
DGAS mbH - Deutsche Gesellschaft
für automobile Sicherungssysteme
Entwicklung, Produktion
und Vertrieb von Transport-Sicherungssystemen
8,5 % p. a.
Baustoffwerke HÜNING GmbH Innovativer Systemanbieter von Wandelementen und Baustoffen 8 % p. a.
MOH GmbH Marina mit Yachthafen und Hotelanlage 9 % p. a.
REWI Energy GmbH Strom- und
Brennstoffproduktion mit Feststoffvergährungsanlagen
8 % p. a.
HABEG Hanseatische Bio-Ethanol GmbH Kraftstoff, Strom und Düngemittel aus Bio-Reststoffen 9 % p. a.
AVITO® environmental technology gmbh Pflanzenkläranlagen, Wasserentkeimung, Behälterbau 8 % p. a.
FIDES Wohnungsbau e. G. Wohnungsbaugenossenschaft
Hypothekenanleihe
5 % p. a.
Paganini Fashion Group KG Designer-Mode für Übergrößen 10 % p. a.
WCP - Western und Countrypark Errichtungs- und Betriebs GmbH Planung, Errichtung und Betrieb von Themenparks 7 % p. a.
Heli 1 Fonds GmbH & Co. KG Erwerb, Vermietung, Verleasung und Verchar-
terung von Hubschraubern
8 % p. a.
PrimeEnergy Invest AG Erneuerbare Energien/ Immobilien 8,15 - 9,25%
p. a.
e-volution
Elektromobilitätskonzepte GmbH
Elektromobile 9,1 % p. a.
SFM Facility Gebäudemanagement GmbH & Co. KG Facilitymanagement 9 % p. a.
Clenergen Corporation Erneuerbare Energie aus Biomasse

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Starker Anstieg der Anleiheemissionen

Im ersten Quartal 2012 sind die Anleiheemissionen weltweit auf 1,7 Billionen US $ gestiegen. Das niedrige Zinsumfeld haben insbesondere die bonitätsstarken Unternehmen genutzt, um neue Anleihen in Rekordhöhe zu begeben. Ihr Emissionsvolumen stieg im ersten Quartal um 40 % auf 430 Mrd. €. Zu den bonitätsstarken Unternehmen zählen Emittenten mit einem Rating von mindestens BBB von Standard & Poor's bzw. Baa3 bei Moody's. In Deutschland zählen zum Beispiel BMW, Volkswagen und Daimler in diese Kategorie. Diese drei Unternehmen haben Anleihen über 11,4 Mrd. € im ersten Quartal begeben.

Auch ausländische Unternehmen haben den attraktiven deutschen Anleihemarkt genutzt und im ersten Quartal 124 Mrd. € erlöst. Dabei ist die durchschnittliche Verzinsung der Anleihen von bonitätsstarken Unternehmen von 3,7 auf 2,8 % gesunken.

Investoren haben in letzter Zeit verstärkt Kapital aus Risikoländern abgezogen und trotz geringerer Rendite am bonitätsstarken Anleihemarkt wieder angelegt. Davon profitiert auch und besonders der deutsche Anleihemarkt. Während der Anleihemarkt in Deutschland boomt, haben sich im ersten Quartal die Kapitalerhöhungen halbiert. Börsengänge tendieren gegen null.

Von diesem Emissionsvolumen hat insbesondere die amerikanische Investmentbank JP Morgan als wichtigste Konsortialbank für Staats-, Banken- und Unternehmensanleihen profitiert. Sie verdiente im ersten Quartal mit Anleiheemissionen 517 Mio. $ an Gebühren. Auf dem zweiten Platz folgt die Deutsche Bank mit 353 Mio. $.

Banken verbessern Beratungsqualität

Nach heftiger Kritik an den Banken, planen diese ihre Beratungsqualität zu verbessern.
Die Banken und Sparkassen hatten breite Kritik in letzter Zeit an ihren Beratungsprotokollen und Produktinformationsblättern erfahren müssen. 

Nach intensiver Prüfung ihrer Beratungsaktivitäten hatte die Finanzaufsicht Bafin, die Stiftung Warentest und die Verbraucherzentralen die Kreditinstitute heftig kritisiert und ihnen weitgehende, fehlerhafte Beratungen nachgewiesen. Das Bundesministerium für Verbraucherschutz hatte diese Kritik aufgegriffen und eine Nachbesserung von den Kreditinstituten hinsichtlich ihrer Pflichtinformation über Anlageprodukte verlangt.

Nunmehr wollen die Banken und Sparkassen gemeinsam mit den Verbraucherschutzorganisationen eine Arbeitsgruppe bilden, um verständliche Formulierungen für die sog. Beipackzettel zu finden. Insbesondere diese hatte die Bafin als unverständlich und oberflächlich bemängelt. Weiterer Kritikpunkt war, dass die gegebenen Informationen es nicht ermöglichen, Kosten der einzelnen Finanzprodukte zu vergleichen.

Stagnierende Reallöhne

Erstmals seit zwei Jahren stagnieren die Reallöhne wieder. Grund sind die überproportional gestiegenen Energiepreise für Heizöl, Gas und Kraftstoff. Zwar stiegen die Nominallöhne im letzten Quartal 2011 um 2,3 %, aber gleichzeitig stieg die Inflationsrate getrieben von den Energiepreisen ebenfalls über 2 %. Damit ist nach Angaben des Statistischen Bundesamtes das Wachstum der Reallöhne nach zwei Jahren wieder beendet.

In 2011 sorgten zwei Effekte noch für einen geringen Reallohnanstieg, nämlich die höheren Sonderzahlungen für viele Arbeitnehmer sowie die wachsende Zahl der Arbeitsstunden nach dem Abbau der Kurzarbeit. Die Lohnentwicklung der einzelnen Branchen war im letzten Jahr sehr unterschiedlich.

Reallohnzuwächse erzielten:

  • Exportindustrie wie Automobilindustrie 8,3 %, Maschinenbau 6,3 %, Chemie 5,2 %,
  • boomende Bauwirtschaft 3,8 %
  • Finanz- und Versicherungsdienstleister 3,2 %.
Einbußen beim Reallohn hinnehmen mussten:
  • Öffentliche Verwaltung 2%
  • Verkehr und Lagerei 1,8 %
  • Erziehungs- und Pflegebereich 0,6 %.
Im Durchschnitt verdiente ein vollzeitbeschäftigter Arbeitnehmer 2011 einschließlich Sonderzahlungen 43.000 €. Die höchsten Durchschnittsverdienste erzielten die Arbeitnehmer in der Banken- und Versicherungswirtschaft, trotz Finanzkrise und Stellenabbau: 63.000 €. Knapp dahinter liegen die Energieversorger, Informatiker und Kommunikation mit 60.000 €. Am unteren Ende der Gehaltsskala liegen die Vollzeitbeschäftigten im Gastgewerbe mit 25.000 €.
 

Realkapital versus Spekulationskapital

von Dr. Horst Siegfried WERNER
Das Realkapital (Sachkapital) dient der Wertschöpfung und der Unternehmensfinanzierung zur Investition in die Herstellung von Produkten und Sachwerten mit der Schaffung von Arbeitsplätzen, um Verbrauchern und Menschen nützlich zu sein. Im Gegensatz dazu steht das Spekulationskapital , das in spekulative Geldanlagen, in Derivate und Börsenfinanzinstrumente sowie in weltweite Tradinggeschäfte wandert und lediglich Buchgewinne produzieren kann. Die Gefahr des Spekulationskapitals besteht darin, eine am Ende wertlose, riesige Spekulationsblase aufzubauen, die nicht durch reale Sachwerte unterlegt ist. Das Volumen des Realkapitals hat mangels größerer Ertragsrenditen deutlich gegenüber dem Spekulationskapital verloren. Dies ist schnell nach zu vollziehen, wenn die Großbanken international die Parole von 25 % Eigenkapitalrendite ausgeben. Dementsprechend hat sich das Spekulationskapital in den letzten Jahren überdimensional aufgebläht, ohne tatsächliche Wert zu schaffen. Die Dimension des Spekulationskapitals hat weltweit ein solches Volumen und Ausmaß angenommen, dass es mit seinen Spekulationsblasen die Realwirtschaft der Unternehmen und der Staaten gefährdet. Die Kumulation von aggressiver Staatsverschuldung einerseits und die ins Unermeßliche gestiegene Spekulationswirtschaft der "Investmentzocker" andererseits gefährdet die Weltwirtschaft. Einen Vorgeschmack davon hatte die Subprimekrise in den Jahren 2008/2009 geliefert.

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Wahlkampf, soziale Wohltaten und Steuern

Es ist nicht mehr zu übersehen: mit der NRW-Landtagswahl am 13. Mai ist gleichzeitig der Bundestagswahlkampf 2013 eingeläutet worden. Es zeichnet sich schon jetzt ab, dass der Weg dahin von der Regierung mit einem Strauß von sozialen Wohltaten gepflastert werden wird. Erwähnt seien hier nur die Alterszuschussrente, deren finanzielle Auswirkungen auf € 4,3 Milliarden geschätzt werden und das Elternbetreuungsgeld, das Eltern erhalten sollen, wenn sie ihr Kind nicht in eine Kinderbetreuungseinrichtung schicken. Wie absurd letzteres erscheint, wird daran deutlich, dass dann logischerweise auch Studierwillige einen staatlichen Zuschuss erhalten müssten, wenn sie auf ein Studium verzichten. Offenbar möchte die Regierung Regelungen aus dem Agrarbereich übernehmen, wo ja Landwirte staatliche Zuschüsse erhalten haben, wenn sie ihre Felder nicht bewirtschafteten.

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Heiko Aschoff

Bis zum letzten Tropfen

Wasser – das Investment der Zukunft

FinanzBuch Verlag
191 Seiten, Hardcover mit Schutzumschlag
Preis: 24,90 €
ISBN: 978-3-89879-324-7

Die Erfrischung für ihr Depot

Das Buch
Wer genießt nicht gerne ein Vollbad oder fährt regelmäßig mit dem Auto in die Waschanlage? Was für uns selbstverständlich erscheint, ist jedoch in anderen Regionen der Erde für große Teile der Bevölkerung undenkbar.

In seinem neuesten Werk geht Aschoff zunächst auf die Bedeutung des Wassers in unserem täglichen Leben ein. Denn das kühle Nass wird nur zu einem geringen Teil als Trinkwasser verwendet. Den größten Teil verschlingen Industrie und Landwirtschaft. Für steigende Knappheit sorgt jedoch nicht nur der insbesondere in Asien wachsende Verbrauch. Auch vom Klimawandel ausgelöste Dürren und andere Naturkatastrophen sowie vom Menschen verursachte Verschmutzungen, z.B. durch Chemikalien oder Ölunfälle tun ihr übriges. Wasser wird also künftig nicht nur wirtschaftlicher, sondern zunehmend politisch-sozialer Spielball. Dennoch, oder gerade deshalb sollte man sich nicht von einem Investment abschrecken lassen.

Der Autor erklärt unter Verwendung zahlreicher Grafiken, wohin sich die Trends hinsichtlich Verbrauch und globaler Verteilung entwickeln. Aus diesen Informationen entwickelt er anschließend zahlreiche Anlagestrategien. Doch mit einem persönlichen Investmentplan ist es nicht getan. Bei einem so brisanten Thema versuchen auch die großen Institutionen wie die Federal Reserve (FED) marktsteuernd einzulenken. Hier liefert Aschoff einen hilfreichen Blick hinter die Kulissen. Diese Details können sich für den Anleger durchaus lukrativ auswirken.

Der Autor
Heiko Aschoff, Jahrgang 1966, kann auf über 20 Jahre Erfahrung als Börsen- und Bankexperte zurückgreifen. Der studierte Betriebswirt arbeitete unter anderem als Financial Consultant sowie Pensionsfondsmanager für bedeutende institutionelle Anleger. Daneben hat er zahlreiche Beiträge in Fachmagazinen veröffentlicht und ist Autor mehrerer Bücher zu Investmentthemen. Zudem hält Aschoff regelmäßig Vorträge auf Seminaren und ist als Privatdozent tätig. Der Mitbegründer des Finanzportals www.value-stocks.de stellt seine persönlichen Anlageempfehlungen und Erfahrungen regelmäßig dort vor.

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