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mit monatlicher Gesamtübersicht der Beteiligungsangebote

Unternehmensfinanzierungen: Gesamtübersicht der Beteiligungsangebote


Handelsblatt:

Unternehmensfinanzierung im Niedrigzinsumfeld

Verehrte Anleger und Investoren!

Deutsche Unternehmen kommen so leicht an Geld wie seit Jahren nicht mehr: Niedrige Zinsen und ein hoher Wettbewerb der Banken ebnen den Zugang zu Fremdkapital. Zudem sinkt die Nachfrage, weil die Betriebe ihre Eigenkapitalbasis kontinuierlich gestärkt hätten und „zumindest kleinere Investitionen häufig aus diesen Reserven stemmen können“. Zu diesem Schluss kommt der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) in der Auswertung einer neuen Firmenbefragung – und warnt dennoch vor einer grundlegenden Verschlechterung der Investitionsfinanzierung.

Der Anteil der Betriebe, die überhaupt fremdes Geld bräuchten, sei auf 69 Prozent (2013: 75 Prozent) gesunken, der Anteil derjenigen , die ihre Finanzierungsbedingungen als „gut“ bewerteten auf 54 Prozent (2013: 45) gestiegen. Größe zählt auch hier: Von den deutlichsten Verbesserungen berichteten Betriebe mit mehr als 1000 Beschäftigten. Seit Jahren stabil ist die Quote derjenigen, die keine Finanzierung bekommen (5 Prozent) oder über schlechte Bedingungen klagen (9 Prozent).

Besonders positiv seien die Finanzierungsbedingungen in der Industrie. Aber auch im Handel und im Dienstleistungssektor hätten sie sich weiter verbessert. Hier habe nur das Gastgewerbe einen schweren Stand; jedes elfte Unternehmen habe keinen oder weniger Kredit bekommen als erwünscht. Am Geld allein kann die vielfach attestierte und von Verbänden, Regierung und EU-Kommission beklagte Investitionszurückhaltung in Deutschland nicht liegen.

Allerdings werden Investitionen durch Regulierungen erschwert. „Erstmal melden mehr Unternehmen Schwierigkeiten beim Zugang zu Investitionskrediten als bei einfachen Betriebsmittelfinanzierungen“, sagte der DIHK-Hauptgeschäftsführer. Das dürfte auf keinen Fall durch weitere Regulierungen verschärft werden – etwa durch die Ideen des Basler Ausschusses zur Eigenkapitalunterlegung von Zinsänderungsrisiken bei Firmenkundenkrediten. Bei der Frage nach einem „schlechten oder gar keinem Zugang“ zu Investitionskrediten stiegen die Nennungen um fünf Punkte auf 45 Prozent; bei den Betriebsmitteln sank der Anteil dagegen von 44 auf 43 Prozent. Das überrasche, schreibt der Kammerverband, weil Kredite für Investitionen (anders als die für Betriebsmittel) oft mit dem finanzierten Gut besichert werden könnten.

Den Grund für die Verschlechterung sieht der DIHK in neuen Regulierungen, vor allem bei langfristigen Krediten. So begrenze die neue Liquiditätskennziffer die Fristentransformationen der Industrie und erschwere so die Vergabe lang laufender Kredite, wie sie für Investitionen gebraucht würden.

Nichts hält der Kammerverband auch von Überlegungen des Ausschusses, kleinere Unternehmen allein deshalb pauschal als riskanter einzustufen, weil sie weniger Umsatz machen. Die Pläne würden „die bereits bestehenden Benachteiligung kleiner Unternehmen bei der Kreditvergabe pauschal weiter verstärken“. Verbesserungen empfiehlt der DIHK der Bundesregierung auch bei der „mangelnden Verfügbarkeit von Wagniskapital“. In Deutschland stünden dafür im internationalen Vergleich nur sehr geringe Summen zur Verfügung. Es sei bedauerlich, dass die Koalition ihren Ankündigungen eines Wagniskapitalgesetzes keine Taten habe folgen lassen.

Ihr Dr. Lutz Werner

- Vorstand Hi-Tech Media AG -

Unternehmen Branche Rendite
Boulderhaus Mittweida KG Indoor-Boulder- und Kletterhalle mit angeschlossenem separatem Spa- und Wellnessbereich 6,5%
Cycle Service Werner Ries e.K. Fahrrad-Einzelhandel 6%
A 45 Handels GmbH Medizintechnik 7%
Protarius Capital GmbH Digitale Werbedisplays 10,00 %
Hogan Carpets Teppichverlegung für Großobjekte 6,5%
SP IMMOBILIEN GMBH Immobilien 6%
Bohrerhof GmbH landwirtschaftliche Produkte 5%
Biermanufaktur Tangermünde KG Aufbau einer Gasthausbrauerei mit 140 Plätzen in Lounge, Bar und Bankettraum sowie die Schaffung einer regionalen Biermarke. 6,5%
Gästehaus Nordwest UG Immobilien 7,5%
Willmstec AG Feuerschutz 6,5%
POICON GmbH & Co. KG GPS-Navigation 6,5%
Green Heritage Wasserkraft GmbH Kleinwasserkraftanlagen 6,5%
LUPUS AG Plantagen aus Kiribäumen 6,5%
Cautillo, Rech und Pennimpede GbR exklusiven Villen, Reihenhäuser und 40 Wohnungen 6,5%
Berger Medical Excellence GbR medizinische Behandlung 6,5%
Nürminger Immo & Konzept GmbH Komplettmodernisierungen und Neubau-Immobilien 6,5%
Prime Value Capital GmbH Immobilien 6%
Varna Estates GmbH ist Inhaber der Master-Franchise-Rechte des ERA Franchise-Systems für Rumänien Wohnimmobilien 6,5%
Dr. Bernhard Dierse Augenarzt 6,5%
MIKRAL AG Produktion und Verarbeitung von Mikroalgen 6%
Schirm & Collegen Deutsches Unternehmer-Kontor GmbH Kauf und Restrukturierung von mittelständischen Unternehmen 6,5%
Innotech Performance Exhaust Europe GmbH Herstellung, die Produktion und der Vertrieb sowie der Großhandel mit Klappen-Abgas-Systemen 6,5%
Imperion Sicherheitsdienst GmbH & Co. KG Sicherheitsdienst 6%
Leitermann GmbH & Co Fachmarkt KG Bau-, Fach- und Gartenmärkte 5%
RESTAURA REAL ESTATE GmbH Immobilien 6,5%
Treasure Management Immobilien KG Restaurierung und Erhaltung von Immobilien 5,5%
360-G GmbH 360° Projektionstechnologien 6,5%
Die Subito Assistenz Kommanditgesellschaft Immobilienwirtschaft 5,75%
von Massenbach Objektentwicklungsgesellschaft mbH Immobilien 6,5%
CAMELINA POWER AG Biokerosin 6,5%
Getränkelieferservice Thomas Sticher Getränke Lieferservice 6%
ReKW Energieservice GmbH Erneuerbare Energien und Energieversorgung 6,5%
Schilling GmbH & Co. KG PTFE & PFA Kunststoffauskleidungen von Rohrleitungsteilen 6,5%
Angerland-Akustik Bau GmbH & Co KG Akustik- und Trockenbauarbeiten 6,5%
Carrots u. Coffee KG Nahrungsergänzungsmittel zur Stärkung des Immunsystems 6%
Gründach Immobilienbeteiligung GmbH Immobilien im Saar-Lor-LUX Raum 4,25%
ARKLAS Pfandkredit GmbH modernes Pfandleihhaus 6,5%
Reha-Klinik "Sonnenhof" Bad Iburg GmbH & Co. KG QMP-REHA-zertifizierte Rehabilitations­klinik 6,5%
Koburger Str. 13 Bestandsgesellschaft mbH Immobilien in Leipzig 6,5%
Ehbrecht Beteiligungsgesellschaft mbH Beteiligungen an verschiedenen Unternehmen und Immobilien 6,5%
JAKALE Film GmbH & Co KG eigenständige und internationale Spielfilmproduktion 7%
Armbröster Projekt- und Vertriebsmanagement Projektmanagement zur Durchführung von Tiefenbohrungen in Untertagelagerstätten 6,5%
Salanje GmbH - SeniorenLebenshilfe Lebenshelfer im Alltag - Hilfe im Haushalt, gemeinsames Einkaufen oder auch die Begleitung zum Arzt 7%
Leinhoß & Co Steuerberatungsgesellschaft mbH steuerliche und betriebswirtschaftliche Beratung von mittelständischen Unternehmen und Privatpersonen 6%
PGG Planungsgesellschaft Gladbeck mbH Seniorenwohnen 6,5%
Purosense Konzept und Marketing GmbH Herstellung und Vermarktung des eigenen orthopädischen Schlafsystems 6,5%
AndräHaus Fertighausbau-Hersteller 6,5%
Phoenix Invest GmbH Immobilien aus Verwertungen mit einer Neuausrichtung bzw. Restrukturierung 6,75%
Schirm & Collegen Deutsches Unternehmer-Kontor GmbH Unternehmensberatung und Unternehmensbeteiligung 6,5%
Vertec uG Grundstücksverwertung, die fachgerechte Sanierung, die spezielle Trockenlegung von Objekten 6,5%
P.B.G. Immobilien-Wohnbau-Invest-Gesellschaft KG Einfamilien-, Mehrfamilien-, Reihenhäuser, Eigentumswohnungen 6,5%
TACIAK AG elektrotechnische Spezialfabrikation 6%
SB Sachwert Beteiligungs KG Immobilienprojekte auf Mallorca. 4,8%
TELEFUNKEN Solar Sales GmbH Solarenergie 6,5%
SleepySleepy INVESTMENT Holding GmbH Hotels für Business-, Firmen- und Messegäste 6,5%
Campingplatz Buck & Sohn KG Campingplatz "Grosser Weserbogen" 6%
Bohrerhof GmbH landwirtschaftliche Produkte 5%
K-FORM Beauty Medical Equipment e.K. Kosmetik- und Medizintechnik 9%
Halbach Real Estate GmbH Seniorenwohnen 6,5%
EUSAG AG Umwelttechnologien und Windkraftanlagen 6,5%
Easy Handel und Verwaltung AG nachhaltige Bewirtschaftung von Waldflächen 5,5% p.a.
ATSFC GmbH erneuerbaren Energien, Rohstoffgewinnung, technische Anlagen , Transportlogistik 6,5% p.a.
Erfolgsevents GmbH Veranstaltungsmanagement 7,5 % p.a.
Santec H.D. Sprinkmann GmbH & Co. KG Fertigung von Arbeitsplatten für Küchen-, Labor- und Inneneinrichter 5,5% p.a.
IVG Immobilien Verwaltungsgesellschaft mbH Ostsee Erwerb und Bewirtschaftung von Wohn- und Gewerbeimmobilien 6,5 % p.a.
SNK Holding GmbH Investition in ein bestehendes, vermietetes Bürogebäude 5 % p.a.
EIGHT SEAS GmbH landbasierte Vollkreislauf Fischzuchtanlagen 7,25 % p.a.
rottamQ GmbH Schredderanlage 6,5 % p.a.
DRS Postservice lizenzierte Postdienstleistungen 5,5 % p.a.
A.I.H Holding GmbH Kraftwärmekopplungs-Anlagen 7,6 % p.a.
ibs Immobilien und Bauträger Service GmbH Bauträgergeschäft 7,5 % p.a.
FAKT.AG Immobilien, Energie, Kapitalmarkt 6,5 % p.a.
MTG Suisse AG medizintechnische Komplettsysteme 7% p.a.
ALLB Dienstleistungen GmbH Eigentumswohnungen für die brasilianische Mittelklasse 9,5 % p.a.
all in one Versicherungs-, Finanz- und Immobilienmakler GmbH Versicherungsbetreuung 7 % p.a.
Lenzen-Milltech GmbH & Co. KG Rohstoff-Rückgewinnung 6,5 % p.a.
Carbon BW Klimaschutz AG DeponiegasProjekte 8 % p.a.
SynInvest GmbH Windparks 8,5 % p.a.
Ternäben Vertrieb GmbH Nahrungsmittel/Fisch 7 % p.a.
MPV Medical GmbH Medizintechnik, Inhalationsgeräte 6 % p.a.
IBT Deutschland GmbH 8 % p.a.
MIW Mitinwind Holding GMBH Windparks 9 % p.a.
Europrotec GmbH Ladungssicherung, Schwerlastfahrwerke, Seilzüge 9,5 % p.a.
BK Immobilien Invest GmbH Immobilien 8 % p.a.
Residenz Landlust 65+ GmbH betreutes Wohnen in Form von Wohngemeinschaften 8 % p.a.
Karlshof Verwaltungs GmbH Verwaltung von Energiegenossenschaften 7 % p.a.
Ventfair GmbH Green Air Cooling System 7,75 % p.a.
WinnyPenny GmbH Online-Penny-Auktionshaus 8,25 %
DEPO GmbH & Co. KG Maschinenhersteller 7 % p.a.
IHV–GmbH Mehrwert-Ladenkette 9 % p.a.
Innovative-Systeme.net GmbH Software-Roboter zur Vermögensverwaltung 8,5 % p.a.
FEB Freie Energieberatung GmbH & Co. KG Energieberatung 8 % p.a.
SynInvest GmbH wohnwirtschaftliche und gewerbliche Immobilien 7,65 % p.a.
HerBach 1 GmbH & Co. KG Vertrieb innovativer Immobilienkonzepte 7,5 % p.a.
TROJASYS GmbH Handel mit Rohstoffen und Edelmetallen 8,5 % p.a.
Netzverdienst.com AG Internet-Marketing 9,5 % p.a.

aktuelle Börsenkurse von

Anlegermessen, Finanzmessen bzw. Börsentage in Deutschland

Börsentag kompakt
Messe und Vortragsveranstaltung für Privatanleger
Zutritt: für Fachbesucher und Privatbesucher
12.09.2015 - 12.09.2015

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Zutritt: für Fachbesucher und Privatbesucher
19.09.2015 - 19.09.2015

Lübeck
Fall des Ölpreises und die Auswirkungen

von Dr. Lutz WERNER

Hohes Angebot – niedriger Preis

So günstig wie zuletzt 2009, als sich die Welt noch von der Finanzkrise erholte, ist derzeit der Rohstoff Öl. Der Markt ächzt weiter unter einem Überangebot an Öl, das größer ist als gedacht und gespeist wird durch Saudi-Förderung und US-Fracking. Erwartet wird darüber hinaus ein weiterer Big-Seller und Lieferant: Iran nach dem Embargo. Eine andere Entwicklung belastet die Preise zusätzlich, nämlich China und die erwartete geringere Nachfrage nach dem Schmiermittel Öl durch Wirtschaftsabschwung in den Schwellenländern.

Immer weiter nach unten geht es derzeit mit den Preisen für den Rohstoff Öl. Aktuell wurde das markierte 6-Jahres-Tief von 2009 nochmals unterboten. Und auch bis zu einem neuen 10-Jahres-Tief für den Ölpreis ist es nicht mehr weit, das bisher bei 37 US-Dollar lag und aus der Zeit Ende 2008 stammt. Gleichzeitig ist damit die zwischenzeitliche Erholung der Preise von Mitte März bis Ende Juni bis auf 61 US-Dollar vorerst vorbei. Der Trend ist eindeutig nach unten gerichtet.

Verschärft wird die negative Reaktion bei den Ölpreisen durch die weiter schwelenden Ängste vor einer Konjunktureintrübung in China, Brasilien usw., zuletzt genährt durch die überraschende Abwertung des Yuan durch Peking, um damit die Exporte und die Wirtschaft des Landes anzukurbeln. Neue Nahrung erhält diese Sorge von weiteren Konjunkturabschwächungen durch die erheblichen Kurseinbrüchen an der Börse in Shanghai.

Die Ölpreise befinden sich bereits seit Anfang Juli mehr oder weniger stark auf Talfahrt. Ursache ist ein zu hohes Angebot auf dem Weltmarkt. Vor allem die hohen Fördermengen der Organisation Erdölexportierender Länder (OPEC) und die Schieferölproduktion mit Fracking in den USA sorgen für diese Ölschwemme.

Auswirkungen des niedrigen Ölpreises                    

Jeder Preisverfall beim Öl freut natürlich die Autofahrer und viele Unternehmer. Für andere Unternehmen und bestimmte Länder birgt der Ölpreisverfall aber deutliche Nachteile und Gefahren.

Beginnen wir mit einem Blick auf die konjunkturellen Folgen. Für die US-Wirtschaft und die meisten europäischen Länder (also Industrieländer insgesamt) ist ein niedriger Ölpreis eher Segen als Fluch. Natürlich dürften die Investitionen der energienahen Industriezweige in den kommenden Monaten und vielleicht sogar Jahren leiden. Denn ein niedriger Ölpreis macht viele geplante Energieprojekte unprofitabel, das ist sogar angestrebt von der saudi-arabischen Ölpolitik.

Allerdings sollte man diesen Effekt in den Industrieländern nicht überschätzen. Investitionen für Unternehmen machen gerade einmal 10% des Bruttoinlandsproduktes, besonders in den USA aus. Wiederum ein Zehntel davon entfällt auf energienahe Bertriebe. Somit wäre der Negativeffekt auf 1% in den Industrieländern beschränkt.

Dieser potenzielle Negativeffekt dürfte mehr als überkompensiert werden durch die positiven Effekte, die der niedrige Ölpreis auf die Kosten der Unternehmen und den privaten Konsum hat. Denn fallende Tankstellenpreise bedeuten, dass der Durchschnittsverbraucher in den Industrieländern deutlich mehr Kaufkraft besitzt. Dies ist positiv für die Konsumneigung und sollte die konjunkturelle Entwicklung in den USA, Europa und Japan stützen. Ganz ähnlich sieht es in den meisten europäischen Ländern aus, Ausnahme ist Norwegen. Auch hier dürften die positiven Nebenwirkungen eines niedrigen Ölpreises die Negativfolgen deutlich übertreffen. Der niedrige Ölpreis ist also für viele westliche Industrienationen eine Art Konjunkturprogramm.

Auswirkungen für die Schwellenländer

Anders sieht das Bild bei den stark vom Ölpreis abhängigen Schwellenländern aus. Für Länder wie Russland, Brasilien und Venezuela sind die Folgen des niedrigen Ölpreises deutlich zu spüren. Weniger stark sind die Auswirkungen der fallenden Ölpreise auf die arabischen Länder des Nahen Ostens. Denn die ersteren Länder hängen viel stärker von den Energieeinnahmen ab.

Entsprechend sind signifikante Negativeffekte für die Schwellenländer zu erwarten, einige energielastige Volkswirtschaften dürften gar in eine Rezession zurückfallen. Einfach ausgedrückt könnte man sagen: Es gibt viele Gewinner eines niedrigen Ölpreises und wenige Verlierer. Letztere leiden aber dafür umso stärker. In Summe dürfte der niedrige Ölpreis damit einen positiven Effekt auf das weltwirtschaftliche Wachstum haben, auch wenn die regionalen Unterschiede und Betroffenheiten sehr groß sind.

Reaktion der Märkte

Was gut für die Konjunktur ist, sollte üblicherweise auch gut für die Kapital- und Finanzmärkte sein. Doch leider gilt es dabei, einiges zu beachten.

So ist die Gewichtung der energie- und rohstofflastigen Sektoren im US-Amerikanischen Aktienindex deutlich höher als in der US-Gesamtwirtschaft. So entfallen rund 10% des Indexgewichts auf diese beiden Sektoren. Energieunternehmen haben in der Vergangenheit einen besonders hohen Gewinnbeitrag geliefert, sodass die Negativeffekte für den US-Aktienmarkt spürbarer ausfallen als für die US-Wirtschaft.

In Europa sieht das Bild ganz ähnlich aus. Doch bevor man daraus negative Schlüsse für die Weiterentwicklung der Aktien und Finanzmärkte macht ist folgendes zu beachten. Trotz der überdurchschnittlichen Indexgewichtung energie- und rohstoffnaher Unternehmen sind sie in Relation zu den anderen Sektoren klar in der Minderheit. In der Euro-Zone dürfte der eine oder andere Negativeffekt des niedrigen Ölpreises zudem durch die Konjunkturbelebung überkompensiert werden. Daher wäre es falsch, aus Angst vor Negativfolgen zum Beispiel Aktien zu meiden und vor Anlageinvestitionen zurückzuschrecken. Im Gegenteil:

Für viele Unternehmen ist der niedrige Ölpreis Grund zur Freude und sollte insgesamt die Volkswirtschaften der Industrieländer und deren Kapital- und Finanzmärkte positiv beeinflussen.

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Förderung von Beteiligungsgeldern privater Anleger

von Dr. Horst WERNER

INVEST ist ein Zuschuss für private Investoren (u.a. Business Angels), die Geschäftsanteile an jungen innovativen Unternehmen erwerben und die die Beteiligung mindestens drei Jahre lang halten. Der verlorene Zuschuss beträgt 20% der Beteiligungssumme (= Investitionssumme). Der Investor muss dem Unternehmen mindestens 10.000 Euro zur Verfügung stellen. Ist die Zahlung an die Erreichung von Meilensteinen durch das Unternehmen geknüpft, muss jede einzelne Zahlung des Investors mindestens 10.000 Euro betragen. Jeder Investor kann pro Kalenderjahr Zuschüsse für Beteiligungen in Höhe von bis zu 250.000 Euro erhalten. Pro Unternehmen können Beteiligungen mehrerer Investoren von insgesamt bis zu 1 Million Euro pro Kalenderjahr bezuschusst werden.

Bereits vor einem Jahr hatte das Bundeskabinett darüber hinaus beschlossen, den INVEST-Zuschuss für Wagniskapital von den Ertragssteuern zu befreien. Siehe ausführlich auf der Internetseite des Bundesministerium für Wirtschaft in Berlin unter : http://www.bmwi.de/DE/Themen/Mittelstand/Mittelstandsfinanzierung/invest.html

Im Rahmen der Antragstellung für INVEST wird den Unternehmen bescheinigt, dass sie alle Voraussetzungen für eine förderfähige Investoren-Beteiligung erfüllen. Mit dieser Bescheinigung und Informationen zu INVEST können die Unternehmen dann bei potenziellen Investoren um Kapital werben. Zusätzlich stellt das BAFA den Unternehmen ein Förderfähigkeitslogo zur Verfügung, mit dem sie z.B. auf ihrer Internetseite auf ihre Förderfähigkeit hinweisen können.

Private Investoren (Business Angels), die sich an einem jungen Unternehmen beteiligen wollen:
INVEST verringert das Risiko einer Kapitalbeteiligung: Der Investor erwirbt die Geschäftsanteile durch den Zuschuss günstiger, die Anteile verbleiben jedoch komplett bei ihm. Verkauft der Investor nach einer Mindesthaltedauer von drei Jahren seine Anteile oder scheitert das Unternehmen, muss er den Zuschuss nicht zurückzahlen. Sowohl Unternehmen als auch Investor müssen einige Voraussetzungen erfüllen, um von INVEST zu profitieren.

Zu den wichtigsten Kriterien für ein förderfähiges Unternehmen zählt, dass es:

  • nicht älter als zehn Jahre ist.
  • weniger als 50 Mitarbeiter (Vollzeitäquivalente) beschäftigt.
  • einen Jahresumsatz oder eine Jahresbilanzsumme von höchstens zehn Millionen Euro hat.
  • eine Kapitalgesellschaft mit Hauptsitz in der EU ist, die wenigstens eine Zweigniederlassung oder Betriebsstätte in Deutschland hat, die über eine Eintragung im deutschen Handelsregister verfügt.
  • innovativ ist, d.h. es gehört - gemäß Handelsregister - einer als innovativ definierten Branche an, ist Inhaber eines Patentes oder hat in den zwei Jahren vor Antragstellung eine öffentliche Förderung für ein Forschungs- oder Innovationsprojekt in Anspruch genommen.
  • fortlaufend wirtschaftlich aktiv ist bzw. seine Geschäftstätigkeit spätestens ein Jahr nach Abschluss der Beteiligung aufnimmt.

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Unsere Dienstleistungen beim Kauf einer Vorratsgesellschaft:

  • AG, GmbH und KG neu eingetragen oder mit auch teils älteren Gründungsjahren
  • Beratung bei der für Sie geeigneten Rechtsform (GmbH, AG oder KG)
  • Anpassung der Satzung an Ihre Bedürfnisse bzw. an den Kapitalmarkt
  • Vorbereitung des Notartermins und der Übernahmeverträge.

Die Wiederkehr der Konformität

Cornelia Koppetsch

Streifzüge durch die gefährdete Mitte

2013, kart., 200 Seiten
D 19,90 € / A 20,50 € / CH 28,90 Fr.
ISBN 978-3-593-39902-7
Erscheinungstermin / Sperrfrist: 9. März 2013
Auch als E-Book erhältlich.

Das heutige Lebensgefühl der Mittelschicht ist von Ängsten vor finanziellem und sozialem Abstieg geprägt. Wie sich angesichts dessen Lebensformen und Mentalitäten verändern, beschreibt die Soziologin Cornelia Koppetsch in ihrer essayistischen Bestandsaufnahme.

Die gesellschaftliche Mitte ist bedroht. Im Zuge gesellschaftlicher Veränderungen wie Globalisierung, Prekarisierung und Flexibilisierung der Arbeitswelt, Individualisierung, Rückzug des Wohlfahrtsstaats, grassieren in der Mittelschicht Abstiegs- und Existenzängste. Cornelia Koppetsch zeigt, mit welchen Bewältigungsstrategien die neue Mitte auf die wachsende Unsicherheit reagiert.

Die Bereitschaft der Mittelschicht, sich für Unterprivilegierte zu öffnen, sinkt, und das soziale Klima verändert sich. Anstelle von Solidarität und Gemeinsinn treten Wettbewerb und Markt – die Mittelschicht polarisiert sich. Am unteren Ende kämpfen prekär Beschäftigte gegen den sozialen Abstieg, am oberen Ende gelingt es dem bildungsorientierten Bürgertum, durch Abgrenzung Besitzstände zu verteidigen. Und dazwischen erhebt das moderne Kleinbürgertum die Selbstoptimierung zur Lebens-aufgabe.

Im Wettbewerb um Lebenschancen wird Konformität zur zentralen Strategie. Anstatt mit alternativen Lebensentwürfen zu experimentieren, konzentriert sich die neue Mitte auf Absicherung, Statuserhalt und Anpassung an die vorgegebenen Strukturen. Gesucht werden Bindungen statt Optionen, nicht nur beruflich. Insbesondere die jüngeren Generationen reagieren im Privaten mit konservativen Idealen und Rollenbildern auf den gesellschaftlichen Wandel. Das spiegelt sich etwa in der Renaissance des bürgerlichen Familienmodells mit traditionellen Geschlechterrollen.

Die Analyse der Autorin zeigt eine paradoxe Entwicklung deutscher Mentalitäten. Je weiter sich die Gesellschaft von einem Zustand des Gleichgewichts entfernt, desto entschiedener wird die Mitte als Hort der Sicherheit, Beständigkeit und Normalität herbeigesehnt.

Die Autorin

Cornelia Koppetsch ist Soziologin und Professorin für Geschlechterverhältnisse, Bildung und Lebensführung an der Technischen Universität Darmstadt.

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Verantwortlich:

Hi-Tech Media AG
Abt. Anleger-Beteiligungen.de
Vorstand: Klaus-D. Hildebrand

Gerhard-Gerdes-Straße 5
37079 Göttingen


Email: info@hi-tech-media.de
Telefon: 0551 / 999 64 - 0
Fax: 0551 / 999 64 - 20

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